Grosse Jubiläen werden bei Alltrust Clean (ATC) und BFS gebührend gefeiert: José Manuel Fernandes Galhana (56) begeht nun sein 20-Jahre-Arbeitsjubiläum als Spezialreiniger bei ATC, dem Reinigungsunternehmen, das 2024 durch BFS übernommen wurde. Im Interview erklärt er, was ihm am besten gefällt und was ihn am Job alles begeistert.
Herr Fernandes Galhana, von Herzen gratulieren wir Ihnen zum Arbeitsjubiläum bei Alltrust Clean. Erzählen Sie uns bitte von Ihren Anfängen bei ATC.
Ich danke herzlich für die Gratulationen. 2006, als ich anfing, wusste ich so gut wie nichts übers Reinigen. Erst mit der Zeit änderte sich dies, sodass ich heute stolz sagen kann: Ich weiss so gut wie alles.
Wieso entschieden Sie sich für die oft beschwerliche Spezialreinigung wie Fassadenreinigung und Fensterreinigung?
Ich wollte unbedingt mit Maschinen arbeiten, die in die Höhe ragen. So gefällt mir die Fassadenreinigung am allermeisten. Mit Hebebühnen kann man bis 28 Meter hochfahren. Genial! Zudem ist die Arbeit in der Gruppe bei ATC ideal für alle.
Können Sie etwas zum Thema Sicherheit erzählen? Ist sie strenger geworden?
Es hat sich wohl einiges getan in der Sicherheit, insbesondere sind die SUVA-Richtlinien recht streng. Ich habe deshalb extra einen Sicherheitslehrgang absolviert, und zwar 2025. Somit bin ich auch in diesem Bereich auf dem neuesten Stand.
BFS hat die ATC im Jahr 2024 übernommen. Wie sehen Sie diesen Zusammenschluss?
Es geht gut. Wir haben nur bezüglich Digitalisierung – mit einer neuen App – eine Änderung erlebt, aber auch hier bin ich zuversichtlich, dass ich diese bald einmal voll und ganz lernen werde.
Sie sind seit 20 Jahren Spezialreiniger. Können Sie uns eine Anekdote aus Ihrem erlebnisreichen Arbeitsleben erzählen?
Wir waren einmal beim Fensterreinigen in einer Bank in Zürich. Das mag wohl 2015 gewesen sein. Ich putzte die Fenster sauber und war voll und ganz darin vertieft. Plötzlich erschien das Gesicht einer Frau, also einer Bankangestellten, im Fenster. Sie spiegelte sich darin. Ich erschrak sehr, denn ich hätte dies nie erwartet. Zudem hätten meine Kollegen und ich viel zu erzählen – vor allem in den Pausengesprächen gab es lustige Anekdoten –, aber diese sind für uns bestimmt und nicht für die Öffentlichkeit.
Haben sich seit Ihren Anfängen gewisse Tätigkeiten massiv geändert?
Definitiv. Vor allem bestehen nun viele maschinelle Aufgaben, die vor vielen Jahren alle manuell ausgeführt wurden. Ich mag diese Entwicklung sehr. Generell gibt es in der Spezialreinigung nun viel mehr technologische Mittel als früher, beispielsweise Hebebühnen und Teleskopstangen, anstelle von Leitern, welche nur noch als letztes Mittel eingesetzt werden.
Sie sind täglich motiviert. Woher kommt Ihre Begeisterung für Ihren Beruf?
Bei der Arbeit geht es mir stets gut. Dies hat vor allem mit meinen Arbeitskollegen zu tun. Ich mag sie sehr.
Ihre Kunden sind stets zufrieden mit Ihnen. Wie erreichen Sie dieses Ziel?
Ich spreche immer mit den Kunden. Zudem lächle ich oft und, wenn möglich, öffne ich ihnen jeweils die Türe, wenn sie ins Büro gehen. Dies hat mit Anstand zu tun. Immerzu gebe ich acht auf die Kunden. Mein Ziel ist es, dass sie final «Tipptopp» sagen und ich danach Feierabend machen kann.
Welche Tipps geben Sie anderen Reinigern weiter, die meist jünger sind?
Ich weiss alles übers Reinigen. Deshalb erkläre ich ihnen gern, wie alles funktioniert. Oder ich zeige ihnen, wie man die verschiedenen Maschinen bedient. Insgesamt helfe ich stets allen, die meine Unterstützung benötigen. Sie sind alles meine Kollegen und deshalb verdienen sie meine Hilfe. Mein Lebensmotto lautet: Bei Problemen: Frag nach Fernandes.