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«Die Reinigung ist die Quelle guter Gefühle»
Sie ist die gute Seele von Alltrust Clean, dem Reinigungsdienstleister, der 2024 von BFS übernommen wurde: Kyrenia Barreiro (39) ist ihrer Firma seit zwölf Jahren treu und arbeitete sich von der angestellten Reinigerin bis zur Einsatzleiterin Unterhaltsreinigung hoch. Wie sie ihre Karriere schaffte und was ihr ausserdem essenziell ist, erzählt sie im folgenden Interview.
Der Umgang mit Menschen verschiedener Art gefällt ihr sehr. Auch deshalb ist Kyrenia Barreiro schon so lange bei Alltrust Clean tätig.
Sehr gut sogar. Es ist, als wäre es gestern gewesen. Ich kam in die Schweiz ohne richtige Ausbildung und erhielt folglich keine Jobangebote. Der einzige Mensch, der an mich glaubte und mir eine Chance gab, war der Inhaber von Alltrust Clean in Brüttisellen mit Namen Mario Ticli. Dies, obwohl ich damals keine Ahnung von der professionellen Reinigung hatte. Herr Ticli investierte jedoch Zeit in mich, bis ich das Handwerk gut kannte. Das war wohl Schicksal. Ich packte die Gelegenheit beim Schopf und absolvierte in der Folge mehrere Weiterbildungen, z. B. das Reinigen von Steinböden oder punkto Sicherheit.
Seit Ende 2023 sind Sie Einsatzleiterin Unterhaltsreinigung. Wie schafften Sie diesen Karrieresprung?
Als frühere Reinigerin putzte ich zum Beispiel Fenster, Teppiche, Böden, auf dem Bau und bei Umzügen. 2023 war meine Tochter vier Jahre alt und es fiel mir immer schwerer, mein Geschäftsleben mit meinem Privatleben zu kombinieren. Ein Beispiel: Wenn meine Tochter einmal krank wurde, musste ich sie bei der Kita abholen. Und erst wenn sie 48 Stunden fieberfrei war, durfte ich sie wieder dorthin bringen. Dies zehrte an den Kräften und war auf Dauer nicht vereinbar mit meinem Beruf. Aus diesem Grund ging ich auf Mario Ticli zu und bat ihn um eine Lösung; mit anderen Arbeitszeiten und anderen Routen. Mein Ziel war es, weiterhin 100 Prozent zu arbeiten. Da der damalige Einsatzleiter Ende 2023 in Pension ging und ich über einen entsprechenden Charakter sowie gute Sprachkenntnisse verfüge, bot er mir diese Stelle an.
Was folgte danach?
Ich war sehr glücklich, die Position zu erhalten, da sie mir völlige Flexibilität erlaubte. Ich arbeitete weiterhin 42 Stunden pro Woche, konnte meine Arbeitszeit jedoch frei gestalten, z. B. ebenso am Samstagnachmittag oder jeweils morgens im Büro tätig sein. Dies hatte auch den Vorteil, dass ich meine Tochter abends im Hort abholen konnte – so entstand eine Win-win-Situation, ein absoluter Glücksfall für das Familienleben und meine berufliche Weiterentwicklung.
Wie führen Sie ihre Mitarbeitenden?
Insgesamt sind alles liebe und effiziente Mitarbeitende. Jeder hat aber einen eigenen Charakter, weshalb der Umgang naturgemäss nicht immer einfach ist. Zu Beginn waren es 63 Angestellte, momentan sind es zwischen 50 und 60. Es ist streng: Ich versuche deshalb immer im Voraus zu arbeiten. Dazu gehören Tätigkeiten wie etwa die Routenplanung, die Ferienvertretung, Materialbestellung usw. In letzter Instanz gehe ich selbst putzen oder bringe das Material eigenhändig zu den Kunden. Zum Beispiel statte ich die Kunden jeweils für mehrere Wochen mit Papierhandtüchern, Toilettenpapier, Mehrzweckbeuteln, Abfallsäcken und Reinigungsmitteln aus.
Kyrenia Barreiro, Einsatzleiterin Unterhaltsreinigung von ATC, im Gespräch mit Jérôme Gaberell, Verwaltungsratspräsident von BFS Gebäude Service.
Wie ist Ihr Umgang mit den Kundinnen und Kunden?
Ich kenne sie alle und sie mich ebenso. Dies ist ein grosser Vorteil, wenn man bereits zwölf Jahre im Unternehmen tätig ist. Es sind immerhin circa 60 Kunden, für die ich für die Reinigung verantwortlich bin. Wenn ich am Morgen früh oder am Abend vorbeigehe, ergibt sich häufig ein kurzes Gespräch, obwohl viele im Stress sind. Daraus entsteht das beste Feedback für uns. Die Kunden und ich schätzen diese menschliche Komponente und die fünf Minuten, die wir zusammen verbringen, sehr. Weil ich schon so lange bei Alltrust Clean arbeite, bin ich mit den meisten Kunden per du.
Wie haben Sie sich im Verlauf der Jahre weitentwickelt?
Ich habe an meinem Charakter gearbeitet. So habe ich mehr Geduld und werde weniger schnell hässig, sondern zähle bis zehn, bis ich nach einer Meinungsverschiedenheit eine Antwort gebe. Ich bin streng mit mir selbst und arbeite strukturiert. Ehrlichkeit, Sauberkeit, Ordnung und Pünktlichkeit sind Werte, die man im Leben braucht. Diese gebe ich gern meiner Tochter weiter.
Weshalb sind Sie schon so lange in Ihrem Unternehmen tätig?
Ich mag Menschen sehr. In der Reinigung kommt dieser Faktor voll zum Tragen. Ferner hat es ebenso mit den Spezifika der Unterhaltsreinigung zu tun. Die Reinigung von Privatkunden sowie die Spezialreinigung wie Reinraumreinigung führt man primär tagsüber durch. Die Unterhaltsreinigung jedoch am Morgen früh oder beinahe immer abends, was meinem Privatleben entgegenkommt. Dies führt dazu, dass ich nach dem Abholen meiner Tochter und dem gemeinsamen Abendessen zu Hause manchmal von 18 bis 20.30 Uhr nochmals arbeiten gehe.
Welchen Tipp geben Sie anderen Reinigerinnen und Reinigern in der Branche?
Primär muss einem der Beruf gefallen. Es braucht Leidenschaft, denn die Arbeit ist streng – körperlich und mental. Ferner sollte man bei der Arbeit solche Resultate hinterlassen, wie man sie selbst gern erhalten würde. Auf diese Art bekommt man Komplimente und ein generell gutes Gefühl beim Reinigen. Ich gehe abends gern mit einem reinen Gewissen ins Bett.
Welches sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Pläne habe ich derzeit keine. Ich bin sensibel, sodass ich nicht frustriert sein möchte, wenn ich viel Zeit in Pläne investiere. Deshalb nehme ich Schritt für Schritt – mit dieser Denkweise bin ich seit meiner Kindheit gut bedient gewesen.

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